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Altstadt

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Hopfenzaun

Hopfenzaun

Der Gebäudebestand innerhalb einer befestigten Stadt leidet meistens unter der Enge der Bebauung.

Man wollte möglichst viele Häuser innerhalb des Bereiches unterbringen, um viele Bürger vor feindlichen Angriffen zu schützen. Das führte in Jever dazu, dass sich ein Altstadtgebiet mit für heutige Verhältnisse unzulänglichen Wohnverhältnissen gebildet hatte.

Der Rat beschloss deshalb am 18. Mai 1972 die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes, um die städtebaulichen Missstände zu beseitigen und um bessere Wohn- und Lebensbedingungen zu schaffen.

Im Bereich Drostestraße und Hopfenzaun wurden Flächen- und Objektsanierungen vorgenommen. Es entstanden 45 Altenwohnungen. Leider musste dafür auch das Drostehaus geopfert werden. Aber dieses Gebäude ließ sich wohl nicht anderweitig sinnvoll nutzen. Die heutigen schönen Altenwohnungen mögen die Bürger Jevers über diesen Tatbestand hinwegtrösten. Das Drostenportal im Gebäude Ecke Hopfenzaun / Steinstraße erinnert an den Bau von 1756, in den 1818 das Gymnasium, 1918 das städtische Lyzeum und 1939 die Berufsschule einzog.

Ende 1982 begann man, nachdem die Sanierung weitgehend durchgeführt worden war, mit der Wiederherstellung der Altstadtstraßen Drostestraße und Am Wall, nachdem bereits Ende 1981 eine Probepflasterung in der Steinstraße angelegt worden war. Das Feldsteinpflaster der Straße Am Wall wurde im Jahre 1905 gelegt. Bei der Wiederherstellung dieser Straße wurde das so genannte "Kopfsteinpflaster" erneut verwendet, jedoch mit zwei Klinkerstreifen für Radfahrer versehen.

Die älteste Straße, d. h. die zuerst mit Steinen gepflasterte Straße, war die Steinstraße. Beim Bau des Parkhauses konnte man am Rande der Baugrube die alte Straßendecke (aus kleinen Findlingen) verfolgen, die wohl um 900 n. Chr. dort angelegt worden ist. Knochenreste, Scherben, Lederreste von alten Schuhen und anderes mehr befinden sich noch in dieser Erdschicht, wie eine archäologische Grabung durch den Prähistoriker Holger Winkler gezeigt hat.

Waagestraße, Ketelhörn, und Fräulein-Marien-Straße wurden in gleicher Pflasterart 1983 fertig gestellt.

Im Jahre 1985 wurde das Parkhaus errichtet und das Sanierungsgebiet mit dem Ausbau der Steinstraße, der Straße Am Hopfenzaun, der Kleinen Kirchhofstraße und der Apothekerstraße abgeschlossen. 1985 wurde auch der "Hopfenbrunnen" errichtet.

Das Sanierungsgebiet östlich der Bundesstraße 210 wurde 1985 genehmigt und 1988 um Flächen westlich der B 210 erweitert. Neben der Anlegung von Fußgängerzonen konnten insbesondere der Alte Markt und die Schlachte neu gestaltet werden.

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